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Amöben - faszinierende Lebewesen von der ganz kleinen Sorte

Amöben sind als Kiemenparasiten gefürchtet und doch leicht zu behandeln.

Sie gehören zu den einzelligen Lebewesen, die sich gerne in Brunnenwasser aufhalten und deren Lebenszyklus weitgehend unbekannt ist. Bei Atlantischen Lachsen und Regenbogenforellen sind sie als "Amoebic Gill Disease" bekannt, weniger häufig infizieren sie die Kiemen von Koi. 

Man kann sie in 400facher Vergößerung mit etwas Übung in Kiemenabstrichen erkennen. In der Regel sieht man schon beim Abstrich, dass die Kiemen geschädigt sind.

Durch Salzbäder von 2 % oder Aufsalzen auf über 3 kg/1000 l kann man Amöben bei Koi recht einfach bekämpfen. Wenn jedoch die Wasserquelle "Brunnen" weiterverwendet wird, dann beobachtet man nicht selten Reinfektionen. Kiemeninfektionen mit Amöben gehen häufig einher mit Flavobacter-Infektionen und es können sogar maximale Schädigungen wie Kiemennekrosen zu beobachten sein. Dann sind verständlicherweise auch Todesfälle zu erwarten.

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Kommentare zum Artikel

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Der Gedanke ist völlig richtig, nur ist der Aufwand für die Untersuchung nicht ganz klein. Es reicht nicht, in einem Milliliter mikroskopisch zu suchen, sondern man müsste so wie bei bakteriologischen Wasseruntersuchungen mindestens einen Liter Brunnenwasser nehmen, dieses mit einem sehr sehr feinen Filter (20 Mikrometer) filtern und das, was im Fiter zurückgehalten wird, mikroskopisch untersuchen. Sicherheitshalber einmal pro Woche würde ich vorschlagen, oder vor jedem Teilwasserwechsel. Das ist natürlich unrealistisch.
Daher komme ich zu Ihrer zweiten Frage: Die Verwendung von starkem UV Licht ist mit Sicherheit eine gute Möglichkeit, solche Infektionen zu verhindern. Der Aufwand ist auch nicht ganz gering, vor allem wegen der Energiekosten, aber sicher einfacher als die Untersuchungsmethode und im Ergebnis auch effektiver.
Viele Grüße
Sandra Lechleiter

Hallo,

wenn die Amöben sich gerne in Brunnenwasser aufhalten, ist es dann möglich die Ammöben direkt zu identifizieren, wenn man eine Probe des Brunnenwassers bei 400 facher Vergrößerung unter dem Mikroskop untersucht ? Quasi, um zu sehen ob das verwendete Brunnenwasser mit Amöben belastet ist ?
Und wenn eine Belastung dann vorliegt, ist das Brunnenwasser weiterhin nutzbar wenn man es beim Zulaufen in den Teich mit einer Starken Durchlauf-UVC behandelt ? ( UVC.Brenner im Rohrsystem des Brunnenwassers zum Teich )

vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

R. Genselein

PS: ein hochinteressanter Beitrag , finde ich.