Dr. Lechleiters Fishcare

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Hilfe, mein Filter lebt!

"Ich habe hunderte von kleine Schnecken in meinem Filter und noch andere Tiere (Asseln?)- ist das nicht ungesund? Wie kann ich sie entfernen?"

Eine gar nicht so selten gestellte Frage. Eigentlich ist es ein Grund, sich zu freuen, wenn der Biofilter lebt. Denn je mehr Lebewesen dort arbeiten, um so besser ist die Wasserqualität und der Abbau von unerwünschten Stoffen. Solange sich das Leben im Filter im Rahmen hält, hat man daher keinen Handlungsbedarf, die Lebewesen sind nicht schädlich oder ungesund, sondern man kann den Speiseplan der Koi damit gelegentlich anreichern und sie verfüttern. 

Bei den Schnecken kann es jedoch durch Massenvermehrung dazu kommen, dass der Filter verstopft wird und der Biofilm von den Schnecken weggefressen wird. Das merkt man an einer Verschlechterung der Nitritwerte. Dann und auch wirklich nur dann muss man etwas unternehmen und die Schnecken mit einem Gift abtöten, bzw. reduzieren. In Frage kommen z.B. Flubendazolhaltige Wurmmittel, sie sind für Schecken sehr giftig. Sollte man solche Massnahmen ergreifen, muss man daran denken, dass die abgestorbene Biomasse der Schnecken zu einer erheblichen Wasserbelastung führt. Daher: Nicht füttern und viel Teilwasserwechsel machen!

Im Übrigen: Je mehr und je unterschiedlichere Organismen im Filter und Teich leben, umso stabiler läuft die Biologie. Daher lohnt sich für jeden ein Blick in den Mikroskosmos der Oberflächen. Das haben wir gestern wieder einmal ausführlich bei Koi Company beim Powertag für Anfänger getan. Eine gute Möglichkeit, das Mikroskopieren zu üben, ohne deswegen einen Koi fangen zu müssen!

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