Dr. Lechleiters Fishcare

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Wohin mit toten Koi? Teil 1

Immer am Wochenende stellen sich solche Fragen.

Daher werde ich heute am Samstag erläutern, wie man tote Koi beerdigen oder entsorgen kann. Morgen dann gibt es Hinweise zu Untersuchungsstellen und wie man die Koi für eine Untersuchung aufbewahren sollte.

Manche Koi sind bereits 6 oder 10 Kilogramm schwer, wenn sie sterben. So große Tiere entsorgt man nicht eben schnell im Komposthaufen. Daher ist die Frage nach dem "wohin?" durchaus wichtig.

Hautiere wie Hunde oder Katzen darf man in seinem eigenen Garten vergraben, sie müssen jedoch bis zu 2 Meter entfernt von öffentlichen Grundstücken begraben werden und es müssen mindestens 50 cm Erdreich über dem Tier liegen. Natürlich ist das in Wasserschutzgebieten nicht erlaubt, aber auch dann nicht, wenn eine anzeige- oder meldepflichtige Krankheit bestand.

Koi, die an KHV sterben, muss man über die Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgen, denn dort werden sie auch gewogen und man erhält einen Nachweis über den Verbleib der seuchenkranken Koi. Das schreibt das Tierseuchen- (oder besser heutzutage: Tiergesundheits-) gesetz so vor. Auch große Mengen tote Koi, die durch Stromausfälle oder Säureschäden entstanden sind, werden am besten auf diesem professionellem Weg entsorgt. Besteht der Verdacht auf eine Viruserkrankung, so sollte man die Tierkörper bis die Diagnose gestellt ist vorsichtshalber einfrieren und somit aufbewahren, für den Fall, dass das Veterinäramt einen Nachweis verlangt oder auch dann, wenn man rechtliche Schritte wegen Haftungsfragen oder Vergiftungsverdacht in Erwägung zieht.

Eine andere Möglichkeit bietet sich über den lokalen Tierarzt Ihres Vertrauens an, er wird Bescheid wissen, wo die nächste Annahmestelle für tote Tiere in der Region liegt, denn eingeschläferte Hunde oder Katzen werden manchmal auch vom Tierarzt entsorgt.

Grundsätzlich wäre auch eine Kompostierung möglich, was jedoch wegen der Geruchsbelästigung in den Sommermonaten nicht in Frage kommen wird.

Ganz wichtig ist es, die toten Tiere nicht in den Wald zu bringen oder in der Nähe von Gewässern abzulegen, auch wenn man denkt, man tut den Wildtieren damit etwas Gutes. Das ist schlicht nicht erlaubt und gefährdet die Wildtiere und die Natur auf vielfältige Weise. Das Aussetzen kranker Fische ist natürlich ebenso verboten!

 

 

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