Dr. Lechleiters Fishcare

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Massensterben von Koi: Fall 2

Der zweite Fall betraf einen Koiteich, in den schon lange keine neuen Koi mehr eingesetzt worden waren.

Einer meiner langjährigsten Kunden rief um Hilfe: Er hatte nach über 10 Jahren mal wieder einen winzigen Koi zu seinem Altbestand hinzugesetzt. Nach einer Woche scheuerten sich die Koi, später wurden sie blutrot und nach zwei Wochen begannen sie zu sterben.

Er brachte dann auch sofort eine Wasserprobe und einen toten Koi. Der Befund: Wasser in Ordnung, aber auf dem toten Koi fanden sich Massen von Außenparasiten!

Es war alles vorhanden, was man an Einzeller finden mag: Ichthyo, Costia, Trichodina, Chilodonella! Seine alten Koi hatten ganz offensichtlich keinerlei Abwehrmöglichkeiten mehr gegen diese Außenparasiten. Ob das Immunsystem von den neuen Bakterien, die der Kleine mitbrachte, so in Anspruch genommen wurde, dass die Parasiten die Oberhand bekamen und sich massenweise vermehrten, kann man nur vermuten. Ich hatte in den vergangenen Jahren jedenfalls nicht einen dieser Parasiten mehr auf den Koi bei diesem Kunden gefunden, die Tiere waren im Herbst und Frühjahr "parasitenfrei". Natürlich kann der neue Koi auch einige Parasiten mitgebracht haben, nur das läßt sich leider nicht mehr nachvollziehen. Eine Kiemenprobe wird noch auf das Schlafkrankheitskrankheitsvirus CEV untersucht. Denn in den letzten beiden Jahren hat sich schon öfter gezeigt, dass dieses Virus das Immunsytem stark beschäftigt. Parasiten- und Bakterienerkrankungen wird so der Boden bereitet. 

Eine Kur mit Parasiten grün wird nun hoffentlich helfen!

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Kommentare zum Artikel

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Bin sehr gespannt auf das Ergebnis der Kiemenprobe, CEV ja oder Nein!!??

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